Wissen

Der Begriff Wissen taucht regelmäßig in Zeitungsartikeln, Diskussionen und der Wirtschaft auf. Jeder redet davon, dass wir uns seit Jahren im Übergang von der Industrie- in die Wissensgesellschaft befinden. Doch was genau ist Wissen? Was verbirgt sich hinter diesem Buzzword? Mit diesem Beitrag möchte ich die verschiedenen Aspekte hinter dem Begriff erläutern.

Die meisten von uns werden wohl bei Begriffsdefinitionen zuerst einen Blick in die Wikipedia werfen. Darin findet man Aussagen, die zwar korrekt und wissenschaftlich fundiert sein mögen, aber für den Normalverbraucher unklare Begriffe verwendet. Weiterhin bleibt man mit dem Gefühl zurück, dass irgendwie noch etwas fehlt.

Ich möchte den Begriff weniger mit einer klaren Definition festlegen, sondern verschiedene Sichtweisen darauf zeigen.

  1. Wissen ist Meinung – Jeder von uns hat eine Meinung über etwas. Diese beruht zum Teil auf Erlebten, zum anderen von Erzählungen von Freunden, Kollegen und Bekannten. Die Meinung, mit all ihren Facetten über einen konkreten Fakt, kann man als Wissen bezeichnen. Dabei ist es wichtig, dass die Meinung begründet ist und von mehreren Leuten bestätigt wurde.
  2. Wissen ist Erfahrung – Die meisten haben als Kind Fahrradfahren gelernt und dabei mehrere Anläufe gebraucht, bevor sie einigermaßen geradeaus gefahren sind. Das Training, das Balancieren, die Art und Weise den Lenker zu halten, zu Bremsen, all das löst im Kopf Denkprozesse aus, welche man sich mit der Zeit einprägt. Manche Studenten, die ich heutzutage mit dem Fahrrad sehe, achten mehr auf ihr Smartphone, als auf die Straße. Unabhängig davon, ob das sinnvoll ist, sie können es tun, weil sie die Fähigkeit, Fahrrad zu fahren, verinnerlicht haben. Wissen ist also auch Erfahrung in Tätigkeiten, die man bei Bedarf abrufen kann.
  3. Wissen sind Fakten – Wer kennt das noch aus der Schule, als man alle Flüsse in Deutschland aufsagen musste? Im Laufe der Schule und späteren Ausbildung lernen wir sehr viele Fakten, welche für den Alltag und Beruf von Bedeutung sein können. Jedoch ist diese Form von Wissen für uns nur solange hilfreich, solange wir darauf angewiesen sind. Der Kopf ist nicht zimperlich und verschiebt unnützen Kram gern in den Keller, wenn er nicht gebraucht wird. Dieses Faktenwissen kann man sich also am besten merken, wenn man es auch einsetzen muss.

Wissen gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Hier mehr dazu.